Face to Face mit Marisa Pecchinenda

Foto HP 150In unserer Reihe „Face to Face“ stellt sich diesesmal Marisa Pecchinenda vor, die Autorin von „Tautränen – Die Nähe, die du zulässt“.

1. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Bevor ich schreiben konnte, erzählte ich meiner Mutter immer, was mir durch den Kopf ging und sie hat es dann für mich aufgeschrieben. Als ich dann schreiben lernte, begann ich selbst kleine Kurzgeschichten zu verfassen. Das Schreiben verlor ich eigentlich nie ganz aus den Augen, eine Zeit war es das Einzige, was mich gestärkt hat, es war, wie wenn man lächelt, als würde die Seele sich einfach mal entspannen und genau deswegen werde ich das Schreiben, welches ich als Segen und Fluch empfinde, nie aufgeben, weil es mir einfach zu viel bedeutet.

2. Was haben Sie bis jetzt geschrieben?

Mein erster Roman wurde nicht veröffentlicht, worüber ich sehr froh bin, weil mir im Nachhinein die Geschichte nicht mehr entspricht. „Tautränen – die Nähe die du zulässt“ ist mein erster veröffentlichter Roman und im Moment schreibe ich an der Fortsetzung. Generell schreibe ich nebenher Szenen für meine nächsten Romane und verfasse auch hin und wieder Gedichte und Texte für verschiedene Anlässe. Ich bin also ständig daran, etwas zu „erschaffen“.

3. Was inspiriert Sie?

Mich inspirieren viele Sachen, weil mich auch vieles fasziniert auf der Welt. Musik ist eine meiner Musen, weil sie mich bei jedem Wort, das ich schreibe und denke, begleitet. Genauso wie die Natur, die sich um mich herum verändert, und am meisten würde ich sagen, ist es doch mein Leben, meine Gefühle, meine Emotionen und Mitmenschen. Von mir selbst aus würde ich sagen, ich bin ein Mensch, der sich gerne inspirieren lässt.

4. Was lesen Sie selbst am liebsten?

Mir sagen Fantasybücher am meisten zu, ebenso begeistert bin ich von Science Fiction oder Dramen sowie von Büchern, die schwere Schicksale beschreiben.

5. Haben Sie (literarische) Vorbilder?

Zuerst einmal wäre da Nina Blazon, welche ich schon mal privat sehen durfte, und was zu einem wunderbaren Tag in meinem Leben zählt, sie verfasst viele Fantasybücher. Ein großes Vorbild von mir ist John Green, ich bin begeistert von seinen Geschichten, seinem Schreibstil und von der Art, wie er die Geschichten zum Leben erweckt und erzählt. Ein großes Vorbild meines Lebens ist Phil Collins, weil er einfach für mich einer der wichtigsten Menschen im Leben ist und mich seine Stimme schon seit ich klein bin begleitet hat und er ist auch ein extrem inspirierender Mensch für mich.

Cover 3D6. Wie, wann und wo schreiben Sie?

Überall und immer und mit ganzem Herzen. Das wäre wohl die beste Antwort: Ich schreibe dann, wenn ich eine Idee habe und schreiben will, denn dazu zwingen sollte sich keiner, da kommt nichts Gutes bei rum. Wenn ich jedoch viel Zeit habe und das weiß, dann setze ich mich wirklich hin und schreibe mehrere Stunden am Stück, es kann gut sein, dass ich fünf oder sechs Stunden am Stück damit beschäftigt bin und es gar nicht merke, weil ich mit ganzem Herzen dabei bin. Meist liegen meine Notizen neben mir und die Eigenschaften der verschiedenen Charaktere, damit ich nicht aus dem Konzept komme, aber ich bin immer mit meinen Gedanken und meiner Leidenschaft dabei.

7. Holen Sie sich während des Schreibprozesses Feedback bei Verwandten oder Freunden ein – und wie fällt dieses aus?

Zu Anfang haben ich nie jemanden etwas lesen lassen, bis meine Freunde die Blätter aus meinem Block stibizten und diese lasen, wobei sie immer mehr lesen wollten und sehr gefesselt waren von der Geschichte. Es folgte, dass ich Lehrer hinzuzog. Ein Lehrer hat mich in so hohen Tönen gelobt und war so fasziniert, dass er zu mir sagte, ich solle alles dafür geben, dies mit anderen Menschen zu teilen. Und das war wohl einer der größten Gründe, die mich dazu führten, all meinen Mut zusammenzunehmen und Verlage anzufragen.

8. Wieviel von Ihnen selbst steckt in Ihren Figuren?

Gerade bei „Tautränen – Die Nähe, die du zulässt“ findet man genau mich wieder, mein Leben, meine Geschichte und meine Gefühle. Selten habe ich mich so verbunden gefühlt wie mit Racquel – sie war mein Ich in einer anderen Welt, in welcher ich entscheiden konnte, wann ich glücklich bin und wann ich Verluste zu verkraften habe. Es steckt sehr viel von mir in meinen Charakteren, weil ich mich, wie oben schon erwähnt, von meinem Leben inspirieren lasse.

9. Waren Sie schon einmal 100%ig zufrieden mit einer Geschichte?

Nein, ich denke nicht. Denn was mich zufrieden macht, ist die Rückmeldung der anderen zum größten Teil, wenn es den Lesern gefällt, empfinde ich die Geschichte auch als positiver. Aber 100% hieße ja, meine Geschichten wären perfekt, und da ich noch am Anfang meiner Autorenkarriere bin, denke ich, wird sich das Ganze noch steigern und ich werde irgendwann mal 100% zufrieden damit sein.

10. Welche Erfahrungen möchten Sie an andere Schreibenden weitergeben?

Lasst euch niemals unterkriegen von irgendwelchen Neidern, die euch schlecht machen, ihr habt mit einer Geschichte eine Welt erschaffen, welche euch glücklich machen soll und die Menschen, die euch unterstützen. Wer ein Buch veröffentlicht, sollte dahinter stehen, hinter der Geschichte und schließlich auch hinter sich selbst, ihr habt das Buch geschrieben, die Charaktere ins Leben berufen und somit was erschaffen. Es muss nicht jedem gefallen, was ihr macht – also lasst die Geschichte sich so entwickeln, wie es sich für euch am besten anfühlt.

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Zur Autorenseite auf www.papierfresserchen.de

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