Rezension zu „Erdbeerküsse schmecken nicht“

In dem Jugendbuch „Erdbeerküsse schmecken nicht“ beschreibt die Autorin Annika Ruppen einfühlsam die Gedanken der 15-jährigen Melina.

Melina hat fürsorgliche Eltern, einen liebevollen Freund und auch sonst ein auf den ersten Blick völlig sorgenfreies Leben. Doch als das Mädchen den neuen Jungen in ihrer Klasse namens Marcel kennenlernt, beginnt sie ihr so perfekt erscheinendes Umfeld anzuzweifeln. Denn obwohl sie mit ihrem zärtlichen Freund Bastian eine eigentlich glückliche Beziehung führt, regen sich in ihr auf einmal Gefühle für Marcel, den Jungen, der zwei unterschiedliche Seiten zeigt:

Obwohl der Junge nach außen hin grob ist und Melina im Laufe der Geschichte immer mehr Details über seine dunkle Vergangenheit erfährt, verliebt sie sich in seine sanfte Seite, die ihr Leben abwechslungsreicher und spannender macht.

Ruppen gibt einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt des Mädchen, das sich letztendlich zwischen den beiden Jungen entscheiden und auf ihr Herz hören muss. Einfühlsam, sanft und genau vermittelt sie die Gedanken und Gefühle der Hauptperson, die vor einer Entscheidung steht, die wohl viele Jugendliche in ihrem Alter kennen.

Durch die modernen, jugendlich-frischen Redewendungen, die die junge Schriftstellerin immer wieder verwendet, erschafft sie ein realitätsnahes Abbild von dem Umfeld eines Jugendlichen und lässt so den Leser hautnah miterleben.

Dieses spannende Buch, das mit seiner sanften, nicht aufgedrängten Schreibweise überzeugt, zeigt Jugendlichen, dass es ganz normal ist, manchmal nicht weiter zu wissen und verwirrt von den eigenen Gefühlen zu sein, vermittelt aber auch, dass man stets eine Lösung findet.

Bibliografische Angaben:

Annika Ruppen
Erdbeerküsse schmecken nicht
ISBN: 978-3-86196-210-6
Taschenbuch 108 Seiten, 10, 40€

Hanna-Lena P.

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